Der Freistaat Sachsen liegt im Osten von Deutschland. Kulturell und geschichtlich gesehen, ist Sachen ein Bundesland, in dem es viel zu entdecken gibt. Daher bietet es sich besonders an eine Städtetour durch Sachsen zu machen.
Plant man eine Städtereise nach Sachsen, denkt man zu aller erst an Dresden, die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Dresden ist durch die Elbe und die leicht hügelige Landschaft der Umgebung geprägt. In Dresden vermischen sich Modernität und Barock. Daneben lassen sich auch viele Bauwerke im Stil der Klassik, der Renaissance oder des „Neobaustils“ finden. Da das gesamte Elbtal zum kulturellen Welterbe erklärt wurde, zählt auch Dresden dazu.
Das Florenz des Nordens – ein Name von Dresden, welcher ursprünglich aufgrund seiner Kunstsammlungen, aber auch aufgrund seines architektonischen Barock und den mediterran anmutenden Bauwerken entstanden ist – ist hinter Berlin, Hamburg und Köln die viertgrößte Stadt in Deutschland.
Als das wohl berühmteste Wahrzeichen von Dresden kann die evangelische Frauenkirche gelten. Sie ist insgesamt 91 Meter hoch und nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde der zwischenfinanzierte Wiederaufbau 2004 abgeschlossen. International bekannt, prägt die Frauenkirche in Dresden mit ihrer imposanten Kuppel das Bild der Stadt.
Bei einem Kultururlaub in Dresden darf ein Besuch der Semperoper und der Zwinger nicht fehlen. Die Architektur der Semperoper ist durch klassische, wie aber auch historische Komponenten geprägt und bietet im Inneren neben architektonischer Schönheit für über 1300 Besucher Sitzplätze. Das Programm der Semperoper reicht von Ballettaufführungen über Opern, bis hin zu Aufführungen der „Jungen Szene“. Der Zwinger in Dresden kann mit seinen Pavillons, dem Nymphenbad und dem beeindruckenden Kronentor ebenfalls als architektonisches Meisterwerk gelten. Tagsüber, wie auch in der Nacht ist der Theaterplatz ein Besuch wert – für kulturelle, wie auch kulinarische Erlebnisse.
Das Dresdener Residenzschloss zählt ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten in Dresden, welche man bei einer Städtereise durch Sachsen nicht versäumen sollte. Ursprünglich Heimat für Kurfürsten und sächsische Könige, kann man heute im Schloss verschiedene Ausstellungen besuchen. Auch wenn der Wiederaufbau erst im Jahre 2013 abgeschlossen sein soll, kann man sich bereits heute von dem Bauwerk im Architekturstil der Neorenaissance inspirieren lassen.
100 Kilometer südwestlich von Dresden liegt Leipzig. Diese Kulturmetropole hat neben ihrer Oper und dem Gewandshaus viele Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Das Gewandhausorchester und Gewandhaus zu Leipzig tragen seit über 250 Jahren zur Entwicklung der klassischen Musik bei. Die Leipziger Oper gilt als drittälteste Musiktheaterbühne in Europa. Beide Lokalitäten laden bei einem reichhaltigen Programm zu einem Kulturerlebnis in Leipzig ein. Der berühmte Thomanerchor besteht bereits seit über 800 Jahren und sein Musizieren kann jeden Freitagabend und Samstagnachmittag gehört werden. Daher bietet sich ein Besuch desn Chors bei einem Städtetrip durch Sachsen an.
Plant man eine Städtetour durch Leipzig, so kann man hervorragend zu Fuß die Innenstadt erkunden gehen. Hier laden viele historische Bauwerke, Plätze, Denkmäler und Höfe zum umherwandeln ein.
Auch das Shoppingherz lässt Leipzig höher schlagen. Bei einer Shoppingtour durch Leipzig kann man vielerlei moderne und urige Geschäfte entdecken und nach erfolgreicher Tour in einem der unzähligen Cafés und Restaurants auf dem Marktplatz das angenehme Flair der Stadt genießen. Oder man besucht den Auerbachskeller in Leipzig. Hier war bereits Johann Wolfgang von Goethe gerne Gast, um in diesem schönen Weinlokal den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.
Nur knapp 85 Kilometer von Leipzig entfernt liegt Chemnitz. Von Gegensätzen wie Tradition und Moderne, Kultur und Industrie geprägt, kann man in dieser Stadt hervorragend auf historische und kulturelle Erkundungstour gehen. Im Erzgebirgsbecken gelegen, ist Chemnitz nördlich von den Ausläufen des Erzgebirges und südlich vom mittelsächsischen Bergland eingerahmt. Quer durch die Stadt verläuft der Fluss Chemnitz, welcher der Namensgeber der Stadt ist. Das Karl-Marx-Monument, welches vom russischen Künstler Lew Kerbel erschaffen wurde, gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen von Chemnitz. Zu DDR-Zeiten diente es als Kulisse für Großveranstaltungen und Festzüge. Das markanteste Denkmal in Chemnitz ist der rote Turm. Er entstammt der mittelalterlichen Geschichte von Chemnitz und man schätzt, dass er bereits im 12. Jahrhundert erbaut wurde.
Bei einer Städtereise nach Chemnitz sollte der Kulturinteressierte den Theaterplatz in sein Kulturprogramm mit einplanen. Der Platz ist Sinnbild der Architektur von Chemnitz vor 1945 und das König-Albert-Museum mit seiner großen Kunstsammlung, wie auch die Petrikirche sind auf ihm gelegen. Ein weiteres auffälliges Bauwerk stellt das Doppelrathaus in Chemnitz dar. Doppelrathaus wird es genannt, weil es aus dem alten, wie aber auch dem neuen Rathaus besteht. Das alte Rathaus wurde schon im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil errichtet. Aufgrund der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde es mehrfach wieder aufgebaut und setzt sich nun aus neuen und alten Elementen zusammen.
In der Innenstadt von Chemnitz kann man seinen Städtetrip hervorragend beenden und in einem der vielen Cafés die vielseitige Architektur, welche ideal die vielfältige Geschichte von Chemnitz widerspiegelt, genießen.
