Urlaub in Sachsen

Frauenkirche DresdenSachsen zählt zu den deutschen Bundesländern, die auf eine lange staatliche Tradition zurückblicken können. Anders als die so genannten Bindestrichländer wie Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen, existierte Sachsen als Land bereits vor dem Zweiten Weltkrieg und zu Zeiten der Monarchie. Seine heutigen Ausmaße hat es etwa seit dem Wiener Kongress beibehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sachsen jedoch einige Jahrzehnte abgeschafft – ein Schicksal, das es mit allen Ländern in der ehemaligen DDR teilte. 1952 wurden hier die Länder zu Gunsten neuer Bezirke schlicht aufgelöst. Nach der Deutschen Wiedervereinigung entstand Sachsen neu und trägt seither wieder den Titel Freistaat.

Die 4,1 Millionen Einwohner Sachsens leben im östlichen Mitteldeutschland angrenzend an Thüringen im Westen, Sachsen-Anhalt im Nordwesten und Brandenburg im Norden. Die Ostgrenze Sachsens ist gleichzeitig Bundesgrenze zu Polen, im Süden teilt sich Sachsen das Erzgebirge mit der Tschechischen Republik.
Landschaftlich präsentieren sich die nördlichen Regionen von Sachsen relativ flach, rund um Leipzig spricht man sogar von einer Tieflandsbucht, südlich schließt sich das Sächsische Hügelland an bevor die Landschaft schließlich zum Vogtland und zum Erzgebirge deutliche ansteigt und Mittelgebirgscharakter annimmt. Mit 1215 Metern ist der Fichtelberg im Erzgebirge die höchste Erhebung Sachsens.
Diese Region eignet sich hervorragend für einen Natururlaub oder einen Wanderurlaub in Sachsen. In der kalten Jahreszeit sind die Hochlagen des Erzgebirges sehr schneereich durch die Nordwestlage und daher ebenfalls gut für einen Winterurlaub geeignet.
Dazu kommt die interessante früh-industrielle Vergangenheit dieser Region – wie der Name „Erzgebirge“ schon verrät, spielte der Bergbau hier eine große Rolle. An vielen Stellen sind Zeugnisse dieser Zeit noch erlebbar und sichtbar.

Freunde von Städtereisen Deutschland finden mit Leipzig und Dresden zwei überragende Ziele in Sachsen. Die beiden Großstädte sind die Zentren des Landes. Dresden, die alte Residenzstadt an der Elbe, hat dabei eine besondere Anziehungskraft. Die sächsische Landeshauptstadt trägt dazu den Beinamen Elbflorenz – ein Hinweis auf die schöne Altstadt, viele Kunstsammlungen und die romantische Lage an der Elbe.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dresden sind sicherlich die Semperoper, der Zwinger und die erst vor wenigen Jahren aus Spendengeldern wiederaufgebaute Dresdener Frauenkirche – sie ist das Wahrzeichen der Stadt.

Südöstlich von Dresden, elbaufwärts, liegt mit der Sächsische Schweiz ein weiteres Ausflugsziel. Diesen Titel trägt ein besonders schöner Teil des Elbsandsteingebirges. Die Elbe selbst hat eins dieses Tal geformt.Städtereise Sachsen

Ähnlich groß wie Dresden ist das im Westen Sachsens gelegene Leipzig. Hotels und Ferienwohnungen machen auch hier einen Kurzurlaub oder eine Städtereise zum aufregenden Erlebnis. Die Stadt kann mit einer schönen Innenstadt, vielen Sehenswürdigkeiten und riesigen Grünflächen überzeugen. Wie viele Städte in der ehemaligen DDR wurde auch Leipzig nach der „Wende“ umfassend saniert, viele Stadtviertel zeigen sich daher als prächtig sanierte Altbau-Ensembles. Hier laden hübsche Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. In der Innenstadt existieren mit der Thomaskirche und Nicolaikirche zwei ebenso berühmte wie sehenswerte Kirchenbauten. Mit dem Leipziger Hauptbahnhof präsentiert sich dem Besucher schon bei der Anreise ein eindrucksvolles Bauwerk der Verkehrsgeschichte. Es handelt sich um einen der größten Kopfbahnhöfe Europas, der nach der Wiedervereinigung ebenfalls umgebaut und restauriert wurde. Als Tribut an die Moderne befindet sich unter dem Querbahnsteig nun ein großes Shoppingcenter.
Berühmt ist Leipzig außerdem für das vor den Toren der Stadt liegende Völkerschlachtdenkmal. Es erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig, die im Jahr 1813 hier stattfand.